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Blasnig, Anna
Nachname
Blasnig
Vorname
Anna
Mädchenname
Alternative Schreibweise
Blassnig
Geschlecht
Weiblich
Alter
35
Geburtsdatum
1905
Geburtsort
St. Stefan , Österreich
Todesdatum
25.08.1940
Todesort
Tötungsanstalt Schloss Hartheim , Österreich
Gruppe
Euthanasie
Freitext
Blasnig Anna, geboren 1905, kam aus einem Ort namens St. Stefan, von denen es in Kärnten mehrere gibt. An einem dieser Orte lebte sie für längere Zeit oder schon von Geburt an. Sie bestritt ihren Lebensunterhalt als Köchin. Aim März 1933 wurde sie in die „Irrenanstalt“ des Landeskrrankenhauses Klagenfurt eingewiesen, wo sie bereits einmal aufgenommen und wieder entlassen wurde. Ihre Diagnose lautete „Schizophrenie. Sieben Jahre später wurde sie am 25. August 1940 in einem Transport mit mindestens 249 weiteren Frauen in die Psychiatrie Niedernhart nach Linz überstellt, die als Zwischenlager für sogenanntes "lebensunwertes Leben" fungierte. Anschließend brachte man sie in die T4-Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim, wo sie unter Qualen in einem Vergasungsraum durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet wurde. Frau Blasnig wurde nur 35 Jahre alt. (Namensvariante: Blassnig. - Quelle: AT-KLA 655-A-379, Abt. Psychiatrie, Krankenstandesprotokoll Frauen, Nr. 9.776. - AT-KLA 72 Klagenfurt, Landesgericht, Strafakten, Sch175, Nr. 3551 Vr 907/1945. - Lit: H. Oberlerchner, H. Stromberger [Hg.]: Sterilisiert, vergiftet und erstickt - Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag. Klagenfurt / Celovec 2017.)