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Koschnig, Karoline
Nachname
Koschnig
Vorname
Karoline
Mädchenname
Alternative Schreibweise
Kaschnig
Geschlecht
Weiblich
Alter
41
Geburtsdatum
1899
Geburtsort
Bad Eisenkappel/Železna Kapla , Österreich
Todesdatum
25.08.1940
Todesort
Tötungsanstalt Schloss Hartheim , Österreich
Gruppe
Euthanasie
Freitext
Koschnig Karoline wurde 1899 geboren und kam aus der Kärntner Gemeinde Eisenkappel (Železna Kapla), wo sie für längere Zeit oder bereits von Geburt an gelebt hat. Frau Kaschnig bestritt ihren Lebensunterhalt als Hausgehilfin. Im März 1938 wurde sie in die Psychiatrie des Landeskrankenhauses in Klagenfurt gebracht, wo sie bereits zweimal interniert und wieder entlassen wurde. Diagnostiziert wurde bei ihr "Paranoide Demenz" resp. ein Verfolgungswahn. Am 25. August 1940 wurde sie in einem Transport mit mindestens 249 weiteren Frauen in die Psychiatrie Niedernhart nach Linz überstellt, die als Zwischenlager für sogenanntes "lebensunwertes Leben" fungierte. Anschließend brachte man sie in die T4-Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim, wo sie unter Qualen in einem Vergasungsraum durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet wurde. Frau Kaschnig wurde nur 41 Jahre alt. - (Namensvariante: Kaschnig. - Quelle: AT-KLA 655-A-380, Abt. Psychiatrie, Krankenstandesprotokoll Frauen, Nr. 11.542. - AT-KLA 72 Klagenfurt, Landesgericht, Strafakten, Sch175, Nr. 3551 Vr 907/1945. - Lit: H. Oberlerchner, H. Stromberger [Hg.]: Sterilisiert, vergiftet und erstickt - Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag. Klagenfurt / Celovec 2017.)